Andi on Tour

Travel the world.

Zum Frühstück gönnte ich mir noch meine letzten Vorräte und reichlich Tee, so dass mein Fahrrad nun endlich etwas abgespeckt hatte, im Gegensatz zu mir. Zamyn Üüd, die mongolische Grenzstadt erreichte ich um 9 Uhr. Hier aß ich nochmals eine Kleinigkeit, wechselte meine restlichen mongolische Währung in chinesische Renmenbi und stand um 10 Uhr an der Grenze. Ich wusste bereits von meinem Büchern, dass man hier nicht mit dem Fahrrad oder zu Fuss über die Grenze darf, aber ich versuchte es natürlich trotzdem. Die Beamten gaben mir sofort zu verstehen, ohne "Machine" kann ich hier nicht rüber und vermittelten mich gleich an den russischen Jeep hinter mir. Das Pärchen war auch sehr hilfsbereit und bot mir an mich mit meinem Fahrrad mit zu nehmen. Ich versuchte den Grenzbeamten und den zwei Russen klar zu machen, dass mein Rad da nicht hinein passte... naja es hätte vielleicht gepasst, aber nicht in der eile in der sie dies einladen wollten. Nach ein paar Versuchen meinte ich sie sollten doch fahren, ich hätte den ganzen Tag zeitüber die Grenze zu kommen. So setzte ich mich schon leicht verärgert über diese blödsinnige Regel an den Straßenrand und schaute verzweifelt die riesige Schlange Jeeps an, die alle vollgestopft mit Leuten waren. Wenn überhaupt bräuchte ich einen leren Jeep, oder am besten einen LKW, der mich mitnehmen würde. So saß ich da, drei Stunden in der brütenden Sonne. Mehrmals kam einer der Beamten auf mich zu um mir erneut zu erklären, ohne Fahrzeug käme ich hier nicht rüber. Ich war bis dahin bereits so stink sauer, dass ich das Fluchen anfing und Steine wegkickte. So sauer war ich eigntlich wegen den ihrem Unverständnis... Ein Jeepfahrer meinteer hätte noch einen Platz frei, ich neben meinem Fahrrad stehend schaute ihn fragend an, und was ist mit meinem Rad, er Zuckte mit den Schultern, na dann "Danke für garnichts!". LKW-Fahrer mit leerer Pritsche fragte ich ob sie mich und mein Rad über die Grenze nehmen könnten, dies wurde jedesmal verneint. Also was blieb mir anderes übrig als in der Sonne zu sitzen, in den Sand "Fuck the Armee" zu schreiben und jeden Beamten anzufauchen, wenn er wieder mal mein Rad anfassen wollte. Schlussendlich kam die Hilfe von einer Tankstellenangestellten, die sich das wohl lange genug angeschaut hatte und mit einem LKW-Fahrer sehr lange verhandelte um mich dann für viel zu teuren 100 Yuan mitzunehmen. Es ist schon schade, dass genau solche Sachen einem die ganze Reise vermiesen können. In dem Moment war ich so stinkig auf die Mongolei, die dazu wohl nichts kann, aber ich war müde, dreckig und meine Beine brannten. Ein Glück vergeht dieses Gefühl auch schnell wieder, sobald man die Grenze außer Sicht hat.

In China nun recht spät angekommen, entschloss ich mich in Erlian, der Grenzstadt zu bleiben und in einem Hotel mich mal wieder zu erholen. Da ich so müde war nahm ich das nächst beste, was leider viel zu teuer war, aber dafür auch sehr gut. Beim Duschen und Waschen meiner Kleidung sah es so aus als hätte ich die halbe Gobi mitgenommen. Am Abend traff ich Maichal, ein Chinese, der sehr half bei meinem ganzen Aufenthalt in Erlian und er auch zu einem guten Freund wurde. Dann traf ich noch Ralf, ein deutscher, der nach Ulaanbaatar gezogen war und dort arbeitet. Wir hatten ein tolles Gespräch mit ein paar guten Bier. Es hat mich sehr gefreut ihn kennen gelernt zu haben und bin gespannt was sich alles in seinem interessanten Leben noch tut.

Trip distance: 18.35 km
Time: 1:38:35
Altitude: 37 m

Total distance: 2,139 km
Total altitude: 15,297 m

Today's spending: 100 Yuan - transport over the border
5 Yuan - border fee
268 Yuan - hotel
15 Yuan - meal
6 Yuan - beer
Total expense: 394 Yuan  

Ich entschloss mich noch einen Tag länger hier zu bleiben, aber das Hotel zu wechseln. Mit Hilfe von Maichal fand ich ein sehr günstiges, für gerade mal 20 Yuan. Später bekam mein Rad eine gründliche Wäsche an einem Waschplatz für Autos. Für die Angestellten war es sehr witzig, zum erstenmal ein Fahrrad als Kunde zu haben und so wurde mein Bike von zwei Damen eingeschäumt und verwöhnt. Die restliche Zeit verbrachte ich mit Internet, schlafen, einkaufen und Billiard spielen.

Today's spending: 20 Yuan - hotel
56 Yuan - food
3 Yuan - washing the bike
13 Yuan - ice-ream, yoghurt, drinks
5 Yuan - internet
9 Yuan - meal
8 Yuan - beer, bread, notebook
Total expense: 508 Yuan  

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Geschlafen hatte ich leider nicht so gut und war somit den ganzen Tag nicht sehr fit. Dazu kam ein starker Seitenwind, der das voran kommen noch erschwerte. Und trotz der guten Straße hatte ich dann auch schon wieder einen Platten, ein riesieger Nagel hate meinen Schlauch durchbohrt. Das diese Idioten aber auch alles einfach aus dem Fenster werfen müssen, Scherben lagen auch auf dem ganzen Weg verstreut. Ab dem Nachmittag ging es dann aufwärts mit meiner Stimmung. Der Wind hatte leicht gedreht und puschte etwas und ich genoß die riesige weite Steppenlandschaft der Inneren Mongolei. Als mich dann auch noch ein Auto voller Shanghaier Chinesen anhielt und nach einem netten Fotoshooting (kam mir vor wie ein berühmter Star), mir einen haufen Äpfel in die Hand drückte, war ich wieder über glücklich und konnte allen vorbeifahrenden zurück winken und anlächeln. Am Abend wurde ich noch von einem Polizeiwagen zurück gepfiffen. Mit dem schlimmsten Befürchtungen ging ich auf die Beamten zu. Der eine grinste mich an, ging zum Kofferaum und holte zwei Flaschen Wasser heraus, die er mir gab. Strahlend bedankte ich mich und unterhielt mich noch etwas mit denen. Mit meinem chinesisch klappt es sehr gut, es langt für kleine Unterhaltungen.

Das Hotel war mit meinen heruntergehandelten 50 Yuan verdammt günstig. Es war nagel neu, schöne große Zimmer mit eigenem Bad. Beim Essen durfte ich mal wieder von meiner Reise erzählen, als ein sieben jähriges Mädchen ins Restaurant stürmte, während dem laufen sich kurz umsah und zu einer Angestellten ging und sofort los quatschte. Eine Sekunde später hörte sie abrupt auf, riss ihren Kopf zu mir herum und blieb so versteinert mit offenem Mund und großen Augen stehen. Das war ein Bild für die Götter und alle im Restaurant fingen an zu grölen. Ich konnte mir das lachen natürlich auch nicht verkneifen. So stand sie eine ganze Weile und auch ein Winken und eine Begrüßung meinerseits gab keine Reaktion von ihr. Als sie plötzlich raus stürmte und dann mit ihren Eltern wieder rein kam. Erst noch schüchtern, war nach einigen Wortwechsel das Eis gebrochen und wir hatten viel zu lachen an dem Abend.

Trip distance: 139.66 km
Time: 6:55:33
Altitude: 405 m

Total distance: 2,279 km
Total altitude: 15,702 m

Today's spending: 2 Yuan - internet
6 Yuan - drinks
50 Yuan - hotel
22 Yuan - meal, beer
Total expense: 588 Yuan

13th breakdown: flat Tyre on back wheel  

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Aus der Stadt nahm ich nun schon wieder die falsche Straße und machte somit 10 km mehr als geplant. So kam ich doch noch zu einem Frühstück, welches sogar umsonst war. Der Restaurantbesitzer wollte nichts dafür, er war begeistert wie man mit dem Fahrrad so lang durch die Gegend ziehen kann.

Landschaftlich ist es hier wirklich genau wie in der Mongolei und ich wurde von mehreren Windhosen, die links und rechts neben mir hersausten, den ganzen Tag begleitet. Die Sonne knallte wieder mal ganz schön runter und ich holte mir einen schönen Sonnenbrand an den Oberschenkeln. Am Nachmittag versperrte ein umgekippter LKW, der wohl etwas zu schnell fuhr. die Straße. Es wäre kein Problem, wie alle anderen, vorbei zu fahren, ich wollte aber helfen. Da sie aber nur rumsaßen und warten wollten, fuhr ich dann auch weiter, nachdem die Polizei eintraf. Kurz darauf fand ich einen Rastplatz, an dem man auch übernachten konnte und ließ es für den Tag genug sein.

Trip distance: 106.25 km
Time: 4:40:15
Altitude: 555 m

Total distance: 2,385 km
Total altitude: 16,258 m

Today's spending: 10 Yuan - drinks
10 Yuan - drinks, ice-cream, beer
10 Yuan - hotel
28 Yuan - meal, beer
Total expense: 646 Yuan  

Hits: 1396

Die Trucker standen bereits um 5 Uhr auf und machten einen heiden Lärm, fuhren aber später als ich los. Nach ein paar Kilometern änderte sich nun die Landschaft, es wurde richtig grün. Schatten spendende Bäume links und rechts an der Straße und duftende Blumenfelder. Besonders die großen Sonnenblumen sahen sehr schön aus.

Gegen Mittag kaufte ich mir zwei Eis und zwei kalte Bier und verzeerte diese genüsslich am Straßenrand. Mit dem Bier intus, guter Musik und dem Wind im Rücken raste ich nun die 55 km nach Jining durch ohne Pause. Wenn ich durch ein Dorf durch düste schauten die Leute ganz erstaunt und feuerten mich an. Kam mir vor wie bei einem Rennen. Mit 40 km/h hatte ein vollbeladener Truck schon mal Probleme mich zu überholen. Und voller Elan schoss ich auf den Bahnübergang zu, an den abbremsenden Autos rechts vorbei und legte einen fantastischen Sprung über die Schienen hin. Da blieb den Zuschauern die Spucke weg. Bei der Landung tat mir mein Rad leid, es schien es aber sehr gut überstanden zu haben.

In Jining half mir einer ein günstiges Hotel zu finden. Was nicht so einfach war, erst das vierte hatte einen akzeptablen Preis. Klasse, das sich jemand so viel Zeit nahm und mir ein Hotel nach dem anderen zeigte. Da ich immer nur wenig Geld im Geldbeutel habe und somit oft zu wenig um die Kaution fürs Hotel zu zahlen, tat ich denen als armer Radfahrer wohl immer leid. Als Kaution hinterlag ich dann jedesmal meinen Pass.

Trip distance: 124.38 km
Time: 5:55:15
Altitude: 601 m

Total distance: 2,510 km
Total altitude: 16,859 m

Today's spending: 9 Yuan - 2 water, 2 ice-cream, 2 beer
5 Yuan - food
68 Yuan - hotel
19 Yuan -beer, cola, water, meal
Total expense: 747 Yuan  

Hits: 1485

Wie immer, aus der Stadt heraus zu finden ist nicht so einfach. Zumindest nicht, wenn man eine bestimmte Straße nehmen möchte. Die Beschilderung ist einfach zu schlecht. So verlor ich mal wieder unnötig Zeit. Hier war es nun wieder recht bergig, was wirklich sehr schön für die Augen war. Dazu wurden noch am Straßenrand frische Wassermelonen von den Bauern verkauft. Ich kaufte eine für 3 Yuan und ließ sie mir an einem schattigen Plätzchen schmecken.

Am Nachmittag wurde ich von einem kleinen Restaurant abgezockt, er wollte 25 Yuan fürs Essen und das Bier. Was mich am meisten geärgert hatte, ich hätte dies einfach nicht zahlen dürfen, 15 Yuan wären schon mehr als genug gewesen. Den restlichen Tag über war ich ziemlich stinkig darüber. Wenigstens baute mich die schöne Landschaft auf und ich konnte die ersten alten Teile der Großen Mauer sehen.

Trip distance: 127.38 km
Time: 6:36:12
Altitude: 793 m

Total distance: 2,637 km
Total altitude: 17,653 m

Today's spending: 3 Yuan - watermelon
25 Yuan - meal, beer
5 Yuan - hotel
15 Yuan - 2 meals, beer
Total expense: 795 Yuan  

Hits: 1373

Der halbe Tag war eigentlich ganz ok. Der Gegenwind machte mir sehr zu schaffen, aber zweimal konnte ich den Windschatten von LKW's nutzen, die vollbeladen mit ihren 30 km/h einen dermaßigen Sog erzeugten, dass ich mich kaum anstrengen mußte. Da diese leider mit Kohle beladen waren, sah ich danach etwas dreckig aus, aber dass war noch garnichts gegenüber dem was mich nach Zhangjiakou auf der G101 erwartet hatte. Aufgewirbelter Dreck, schwarze Kohlestaubwolken von LKW's und Kohlelagern, die sich die ganzen 30 km entlang zogen, heftiger Gegenwind und dazu noch das laute gehupe. Ich konnte meine Augen kaum noch auf machen von dem ganzen Dreck, in meinem Mund knirschte es. Mit den schwarzen Händen war es eine schlechte Idee die brennenden Augen zu reiben. Es war einfach die Hölle und dass sah man mir auch an. Ich war schwarz von oben bis unten, als ich endlihc ein Hotel fand glaubte mir keiner, dass ich aus Deutschland komme, dazu musste ich zuerst eine Dusche nehmen. Dieser Tag hatte mich wirklich fertig gemacht. Mal sehen, ob ich morgen Peking erreichen kann. Das wäre nicht schlecht, ich würde gerne das Festo Büro mit dem Fahrrad besuchen. Dazu wäre ein schöner Rückenwind nicht schlecht.

Trip distance: 133.75 km
Time: 7:41:52
Altitude: 570 m

Total distance: 2,771 km
Total altitude: 18,223 m

Today's spending: 20 Yuan - drinks, ice-cream, meal
9 Yuan - Pepsi, beer, ice-cream
50 Yuan - hotel
17 Yuan - meal
Total expense: 891 Yuan  

Hits: 1286

Der Ritt durch die Hölle Nr. 2 und dabei fing es so gut an. Nach dem Frühstück entwickelte sich der Wind zu einem kleinen Sturm, der glücklicherweise aus nordwestlicher Richtung wehte. Da ich nach Südosten fuhr dachte ich an einer sehr einfachen fahrt nach Peking. Die Strasse führte in die schönen Berge nördlich von Peking. Aus welchem Grund auch immer gab es hier LKW-Staus ohne Ende. Der erste war ca. 3 km lang und die LKW's reihen sich natürlich nicht ordentlich in einer Reihe ein, sondern kreuz und quer, jeder versucht am anderen vorbei zu kommen... macht das ganze noch schlimmer. Mit einem schadenfrohem Grinsen fuhr ich an den Truckern vorbei, die weniger zufrieden aussahen. Der zweite Stau zog sich über 20 km und hier gab es eine unzählige Anzahl an Bienen, die um die LKW's umherschwirrten. Irgendetwas muss sie sehr agressiv gemacht haben, denn sie griffen mich und die Fahrer immer wieder an. An einer Stelle war es so schlimm, dass die Chinesen sich über einen umherrenenden, fluchenden und um sich schlagenden Radfahrer amüsieren konnten. Nach dem ich den Angriff mit mehreren Stichen entkommen konnte, vermummte ich mich mit meinem Buff und meinem Hut, so dass nur noch meine Augen zu sehen waren. Alsich an dem Stau vorbei war, machte ich rast an einer Tankstelle und zog erschöpft die vielen Stacheln der Bienen von meinem Gesicht. Zum Glück schwollen die Stiche nicht an, aber gegen die Schmerzen tankte ich erstmal ein paar Bier. Dann fuhr ich noch stundenlang bis zum Festo Büro in Peking durch, welches ich dann sehr durstig so gegen 18:30 Uhr erreichte. Yue Suping lud mich erstmal zu einem lecker scharfen Essen ein und dann wurde ich in die Villa gefahren, bei der ich übernachten durfte. Dies war nach all den Anstrengungen, wo man sich eigentlich schon über einen kleinen Platz am Boden und etwas Wasser zum waschen freut, einfach unfassbar. Und ich fühlte mich etwasunwohl, dieses riesigeAngebot anzunehmen.

Trip distance: 147.35 km
Time: 7:12:20
Altitude: 418 m

Total distance: 2,918 km
Total altitude: 18,641 m

Today's spending: 10 Yuan - breakfast
13 Yuan - ice-cream, beer
5 Yuan - grapes
110,30 Yuan - muesli, milk, beer, juice
Total expense: 1029.30 Yuan  

Hits: 1289

Den ersten Tag machte ich nichts außer schlafen, essen und etwas meine Sachen in Ordnung bringen. Meine Bienenstiche fingen an zu jucken, ich musste mich bös zurück halten nicht mein ganzes Gesicht auf zu kratzen. Am nächsten Tag raffte ich mich auf und fuhr in die Innenstadt um mich mit Marco zu treffen, bei dem ich die nächste Nacht übernachtete, da er ziemlich zentral wohnte. Am Montag ging ich frühs zum Festo Büro, wo wir um 9 Uhr mit vier Autos ans Meer nach Beidaihe fuhren. Ich hatte lange überlegt dieses große Angebot von Herrn Xing anzunehmen. Es war wirklich sehr schön und ich hatte viel spaß beim Tischtennis, Baskeball, Badminton spielen und schwimmen. Wir waren einen Tag in Beidaihe und zwei Tage in "Great Epoch City", ein riesiger Komplex aus nachbauten berühmter Bauwerke von China. Hier gab es wirklich ein riesiges Sprotangebot und die Hotels waren einfach gigantisch und schön im alten Stil gebaut. Am Donnerstag fuhren wir zurück nach Peking, wo ich mir zwei neue Schläuche, eine Dose WD40 und eine chinesische Straßenkarte (Zhongguo Siji Xingche Dituce) kaufte. Abends, zurück in der Villa brachte ich mein Bike in Ordnung, erst eine gründliche Wäsche, dann Schlauch und Mantel tausch und die Kette tauschte ich nun auch nach knappen 3000 km. Danach war es wieder wie neu. Freitag früh brach ich meine Zelte in der Villa (in der ich jedesmal nur auf dem Boden schlief) ab und fuhr mit vollem Gepäck in die Innenstadt. Ich hatte vor bei Marco eine Nacht zu übernachten und dann am Samstag morgen nach Xi'an aufzubrechen. Deshalb fuhr ich zu Festo um den Schlüssel abzugeben und mich von allen zu verabschieden. Später traf ich Marco und Lisa und abends gingen wir alle, Marcos Freunde, Marco, Lisa und ich, essen.

Leider ist mir ausgerechnet am Abend nach dem Essen ein Motorradfahrer frontal in mein Rad gefahren. Er hat beim Abbiegen mich zu spät gesehen. Er kam mit einem platten Vorderrad davon und ich dachte ich hätte nichts, aber beim losfahren schliff das Vorderrad, welches nun auch leicht eierte am Gepäckträger. Bei genauerer Kontrolle stellte ich fest, dass die Gabel zu sehr einsank, auch das sperren der Federgabel funktionierte nicht mehr. Ich fuhr noch zu Marcos Appartment und machte mich am nächsten Tag auf die Suche nach einer Pumpe für die Federgabel, in der Hoffnung, dass hier nur etwas Luft fehlte. Die war aber nicht so leicht zu finden, erst der vierte Fahrradladen hatte eine, auch wenn er zuerst garnicht wußte, dass er eine hatte. Es waren tatsächlich nur 5 bar drin und als ich den Druck auf 10 bar erhöhte funktionierte die Absperrung auch wieder und der Dämpfer sank nicht mehr so viel ein. Jetzt musste ich nur noch Hoffen, dass die Luft auch drin bleiben würde.

Durch all den Stress verschob ich meine Abreise, aber auch weil ich mich noch mit Roberto treffen wollte, der auch in Peking von Ulaanbaatar ankam. An dem Abend war eine Couchsurfing Party bei einem Argentinier. Das Haus war rappel voll und Roberto hatte mal wieder ein fantastisches indisches Mahl zubereitet. Im Endeffekt blieb ich bei Marco und Daniel noch bis Dienstag früh. Hier nochmals ein riesiges Dankeschön an euch zwei für eure Gastfreundschaft. So hatte ich noch Zeit ein paar Emails zu schreiben und meine Homepage zu aktuallisieren.

Trip distance: 47.73 km
Time: 2:44:37
Altitude: 65 m

Total distance: 2,966 km
Total altitude: 18,707 m

Today's spending: 100 Yuan - charging mobile-card
8 Yuan - map of Beijing
5 Yuan - coffee
110 Yuan - 2 tubes, WD40
16 Yuan - roadmap of China
45 Yuan - meal
60 Yuan - beer, drinks, ice-cream, bread
2.5 Yuan - 2 ice-cream
6 Yuan - cookies
30 Yuan - meal
13 Yuan - meal
160 Yuan - pump for suspension
30 Yuan - Taxi
3 Yuan - subway
38 Yuan - beer, cookies, ice-cream, drinks
38 Yuan - meal
107 Yuan - charging mobile-card, drinks
23 Yuan - toothbrush, cookies
13 Yuan - drinks
Total expense: 1836.80 Yuan  

Hits: 1062

Ein richtig schöner Tag. Nach der Verabschiedung von Marco und Daniel fuhr ich durch Peking, noch am Tian'anmen vorbei und dann nach Westen in die Berge. Das einzig negative waren die dreckigen LKWs und ein paar Kohlehalden, wenigstens nicht zu viele, aber etwas schwarz wurde ich davon schon. Ich besuchte ein Kloster, welches auf dem Weg lag. Diesmal ohne Probleme. Dann ging es weiter die Berge hoch. Kurz vor 18 Uhr fragte ich in den Dörfern nach einer Unterkunft, doch leider ohne Erfolg. Ein Kleinbus wollte mich mitnehmen, da er meinte es wäre zu weit zum nächsten Hotel. Hätte ich ihn eine Stunde später getroffen, hätte ich sein Angebot wahrscheinlich nicht abgelehnt. Es wurde inzwischen recht früh dunkel und auch recht kühl mit gerade mal 17 C. So kämpfte ich mich im dunkeln ohne Licht den Berg hoch, bis ich endlich Lichter sah und dort auch sofort ein Hotel fand.

Trip distance: 128.84 km
Time: 8:13:02
Altitude: 1,396 m

Total distance: 3,095 km
Total altitude: 20,103 m

Today's spending: 9.5 Yuan - water, beer, ice-cream
10.5 Yuan - juice, beer, ice-cream
21 Yuan - meal, beer
100 Yuan - hotel
Total expense: 1977.8 Yuan  

Hits: 1597

"Was willst du zum Frühstück essen?" Wurde ich mal wieder gefragt. So eine Frage beantwortet man am besten mit der Gegenfrage: "Was habt ihr für Gerichte?" Darauf kommt dann immer die Antwort: "Wirhaben keine Gerichte, nur Suppe!" ... "Ok, dann nehm ich Suppe!" Tja, aber hauptsache mal gefragt was ich essen will, wenn es eh nur eine Sache gibt. :-)

Dann saß ich wieder auf dem Rad, immer noch müde vom Vortag und die Straße zog sich noch recht lange deb Berg nach oben. In dem Ort, in dem ich Mittags eine kleine Pause einlegte, kam ich mir vor wie eine Berühmtheit. Ich war umringt von dem halben Dorf. Das weiterfahren war sehr schwierig, ich musste mich erst durch die Menschenmasse durchwühlen.

An einer Kreutzung entschied ich mich die 10 km nach Yesanpo zu fahren, welcher als Sehenswürdigkeit in meiner Karte gekennzeichnet war. Hier blieb ich dann auch, als ich ein Hotel für 30 Yuan fand. Es war sogar einiges los, viele junge chinesische Touristen und man konnte hier reiten, Quad und Floß fahren.

Trip distance: 60.26 km
Time: 3:50:09
Altitude: 566 m

Total distance: 3,155 km
Total altitude: 20,670 m

Today's spending: 10 Yuan - breakfast
15 Yuan - juice, beer, ice-cream, cookies
15 Yuan - meal
30 Yuan - hotel
24 Yuan - meal, beer
Total expense: 2071.80 Yuan  

Hits: 1250