Andi on Tour

Travel the world.

Aus der Stadt hinaus fuhr ich komplett falsch, so musste ich haufenweise Leute nach dem Weg fragen, doch erst nach dem mich ein Motorradfahrer aus der Stadt führte, war ich wieder auf dem richtigen Weg. Dies war aber auch verdammt schwer, keine Schilder und ich musste kreuz und quer durch die Stadt.

Es ging durch Reisfelder und viele kleine Hügel. Die Sonne war verschleiert, doch man konnte sie leicht spüren und mit 20 C war es ein sehr schöner Tag. Dayu kam noch, dass der Verkehr hier recht angenehm war. Als ich in Lezhi ankam, war ich kurz davor dort zu bleiben, ich war einfach etwas schlapp. Ein Glück raffte ich mich nochmal auf und fuhr die 45 km weiter nach Anyue. Die Strecke war sehr einfach, so kam ich schnell voran.

Tageskilometer: 116,85 km
Fahrzeit: 6:51:49
Höhenmeter: 798 m

Gesamt Kilometer: 6855 km
Gesamt Höhenmeter: 53234 m

heutige Ausgaben: 6 Yuan - Essen
50 Yuan - Unterkunft
18 Yuan - Essen
14 Yuan - Cola, Milch, Kekse
Gesamt Ausgaben: 9281,8 Yuan

Hits: 810

Aua, meine Beulen am Kopf werden wohl nie weggehen, so oft wie ich mir hier in China den Kopf an den kleinen Durchgängen stoße. Am Abend achte ich immer darauf, doch am Morgen, wenn ich noch etwas verschlafen bin, dann scheppert die Birne am nächsten Türrahmen. Naja, wenigstens danach ist man wach und dies wirkt besser als Kaffee.

Den ganzen Vormittag war noch alles in tiefen Nebel gehüllt. Die hohe Luftfeuchtigkeit zog unter die Haut und ließ die 12 C wie 0 C vorkommen. Heute verließ ich die Sichuan Provinz und erreichte Stadtprovinz Chongqing. Landschaftlich und auch vom Essen war aber bis jetzt noch kein unterschied festzustellen. Ab Mittag kam die Sonne heraus, so machte das Radfahren gleich viel mehr Spaß.

Tageskilometer: 94,94 km
Fahrzeit: 5:41:19
Höhenmeter: 721 m

Gesamt Kilometer: 6950 km
Gesamt Höhenmeter: 53955 m

heutige Ausgaben: 4 Yuan - Essen
50 Yuan - Unterkunft
19 Yuan - Essen
13 Yuan - Manderinen, Äpfel, Kekse
Gesamt Ausgaben: 9367,8 Yuan

Hits: 791

Ein leckeres Frühstück mit Obst, Keksen und Kaffee im Bett... nein, so ein Service wird mir nicht geboten, aber dies gönn ich mir öfters, so fängt der Tag gleich gut an.

Da ich Chongqing an diesem Tag erreichen wollte, stemmte ich mich in kräftig in die Pedale. Es war wieder sehr neblig, diesmal war es aber nicht nur feuchte Luft, sondern hauptsächlich Staub und Dreck, was ich sehr bald an meiner Kleidung feststellte.

Es ging zweimal doch recht steil zwei Hügel hinauf, aber selbst dies kam mir nach meinen hohen Pässen im Westen sehr einfach vor. Ich erreichte Chongqing bereits um 15 Uhr, doch die Stadt war so unübersichtlich, hügelig und so schlecht beschildert, dass ich stundenlang in der Stadt umher irrte. Die Stadt war absolut nicht für Radfahrer gemacht. Lag wohl an den Hügeln, die die Bewohner hier vom Fahrradfahren abhielten, ich sah so gut wie keinen anderen Radfahrer, im Gegensatz allen anderen Städten Chinas.

Ich fuhr in die Innenstadt, wo das Hostel nach meinen Informationen aus dem Internet sein sollte und rief dann dort an, um mich dann nach den genauen Standort zu informieren. Doch das funktionierte nicht wirklich. Sie konnten mir nicht erklären, wo sich ihr Hostel befand, oder welche großen Strassen in der nähe seien, damit ich es auf meiner Karte finden konnte. Darüber war ich etwas verärgert und kurz davor einfach eine andere Unterkunft zu nehmen. Spät am Abend nach einer schönen fahrt im Dunkeln, aber schön beleuchteten Stadt, erreichte ich doch noch das Hostel. Über die Ankunft eines Radfahrers waren die ganz schön begeistert. Es war für mich allerdings nicht so einfach, das letzte Stück zum Hostel führten nur Treppen, die ich mein schwer beladenes Bike schleppen musste. Ich beschwerte mich noch etwas über die Karte im Internet und darüber wie es möglich sein konnte, dass sie nicht beschreiben konnten wo sich ihr Hostel befand. Naja es sei ihnen verziehen, sie hatten ja erst seit zwei Monaten geöffnet. Da ich sehr hungrig war und zu müde um rauszugehen, bestellte ich mir ein extra großes Essen im Hostel, welches mir auch wirklich richtig groß zubereitet wurde.

Tageskilometer: 126,81 km
Fahrzeit: 8:14:14
Höhenmeter: 1289 m

Gesamt Kilometer: 7077 km
Gesamt Höhenmeter: 55244 m

heutige Ausgaben: 9,5 Yuan - Cola, Kekse
10 Yuan - Wäsche
25 Yuan - Hostel
35 Yuan - Essen, Bier
Gesamt Ausgaben: 9447,3 Yuan

Ich wachte erst um 10.30 Uhr auf, aber der lange Schlaf tat richtig gut. Beim Frühstück im Hostel wurde ich von den Angestellten gefragt, ob ich bereit wäre ein Interview für eine Zeitung zu geben und auch ein paar Fragen von einigen Studenten zu beantworten. Unglaublich, so kam ich bereits zu meinem zweiten Zeitungsartikel. Mittags kam bereits der Reporter. Das Interview ging diesmal um einiges länger als mein erstes, es nahmen aber auch die Angestellten und der Hostelbesitzer teil und halfen beim übersetzen. Ich achtete darauf, dass der Unterschied zwischen der Mongolei und der Inneren Mongolei klar war, doch diesmal gab es einen anderen großen Fehler im Artikel. Auf dem Foto, wo auch Avner, aus Israel, drauf war, wurde er als der Radfahrer beschrieben. Schon komisch wie diese Verwechslung passieren konnte, wir waren eigentlich gut zu unterscheiden. Ich freute mich trotzdem sehr über den Artikel und im Hostel wurde dieser gleich in die Lobby gehängt.

Am Sonntag fuhr ich mit Yi Yi, eine reisende, die nun hier im Hostel arbeitete, zum anderen Hostel in Chongqing, um meine Registrierung vorzubereiten, welche ich für meine Visumverlängerung brauchte. Sie fragte mich wie wir zu dem anderen Hostel gehen sollten, ich meinte aus Spaß, mit dem Fahrrad... wusste ja nicht wie weit es entfernt war. Naja, im endeffekt schaufierte ich Yi Yi auf meinem Fahrrad stundenlang bis ans andere Ende der Stadt. Doch wir hatten viel Spaß dabei, sie hatte nur am nächsten Tag probleme mit dem Sitzen, nach so langer, holpriger Fahrt auf dem unbequemen Gepäckträger.

Am Abend traf ich mich mit HeJie, den ich in Chengdu getroffen hatte, er studierte gerade Architektur in Chongqing. Er sprach recht gut englisch und hatte fest vor nächstes Jahr ein paar Jahre in England zu studieren. Am Montag Morgen machte ich mich auf zum Festo Büro um dort meinen Pass abzuholen und danach zum PSB um meine Visumverlängerung zu beantragen. Durch die weiten Entfernungen und blöden Bürokraten im PSB war ich den ganzen Tag unterwegs um am Ende mit leeren Händen und fix und fertig im Hostel anzukommen. Mir fehlten noch zwei Stempel, die ich wieder am anderen Ende der Stadt holen durfte und noch eine Bestätigung, dass ich genug Geld hatte. Ich war von all dem so platt, dass ich vor dem Fernseher im Cafe einschlief. Am nächsten Tag also das gleich Spiel, ein sammeln von Dokumenten n der ganzen Stadt, aber am Abend klappte es wenigstens und nun musste ich nur noch warten bis mein neues Visum fertig war. Die netten Angestellten von Hostel peppelten mich jeden Abend auf und kümmerten sich so nett um mich.

Die weiteren zwei Tage lag ich etwas flach, mich hatte es nun doch auch mal erwischt und mein Magen machte mir etwas Probleme. Trotzdem arbeitete ich im Hostel etwas mit, ich wollte eine neue Karte für sie zeichnen. Dafür bekam ich kostenlose Verpflegung. Leider war die Zeit zu kurz um die Karte fertig zu stellen, aber ich hoffe die können damit weiterarbeiten. Mit Yi Yi verstand ich mich richtig gut und eigentlich unternahmen wir wärend meines ganzen Aufenthaltes alles zusammen. Unsere Erlebnisse schweißten uns auch ganz schön zusammen, wie die Fahrt auf dem Fahrrad und einen angetrunkenen, den ich etwas grob anpackte, da er sie gerade angreifen wollte. Wir fuhren noch zu ihrer Heimatstadt, vier Zugstunden südlich, um ein paar Sachen abzuholen. Dies alles machte den Abschied um so schwerer. Wir machten aus, uns nächsten Jahr in Yunnan wieder zu treffen... ich hoffe dies klappt.

Am Montag Abend fuhr ich dann mit dem Fahrrad in die Innenstadt zum Chaotianmen und stieg dort aufs Bot. Ich nahm die dritte Klasse, also ein sechs Bett Zimmer, aber ich hatte richtig Glück, ich musste dieses Zimmer nur noch mit einer Französin teilen, so war es kein Problem mit all meinem Gepäck. Um 23 Uhr legte das Bot ab in Richtung Yichang.

Tageskilometer: 17,58 km
Fahrzeit: 0:53:52
Höhenmeter: 95 m

Gesamt Kilometer: 7094 km
Gesamt Höhenmeter: 55339 m

23. Panne: gebrochene Speiche am Hinterrad

1. Erkrankung: Magen (2 Tage)

heutige Ausgaben: 10 Yuan - Essen
55 Yuan - Telefonkarte
9,5 Yuan - Essen
20 Yuan - Essen
7,7 Yuan - Taxi
15 Yuan - 3 Bier
18 Yuan - Gebäck
5 Yuan - Bus
1,5 Yuan - 3 Zeitungen
225 Yuan - Guesthouse
37,6 Yuan - Joghurt, Milch, Gebäck, Obst
10 Yuan - Essen
20 Yuan - Essen
160 Yuan - Visaverlängerung
20,5 Yuan - Getränke, Gebäck, Obst
15 Yuan - Bus
4,5 Yuan - Bus
15 Yuan - Tee
20 Yuan - Wäsche
1,5 Yuan - Internet
33 Yuan - Taschentücher, Zahnbürste
26,7 Yuan - Nudeln, Kekse, Erdnüsse
26 Yuan - Kaffee
2,5 Yuan - Bus
Gesamt Ausgaben: 10236,3 Yuan

Hits: 819

Schön war, dass die vier, Steve, Lina, Calle und Jitka, die ich im Hostel getroffen hatte, auch auf dem Boot waren. Am Abend feierten wir in Jitkas Geburtstag hinein mit viel Bier und Vodka. Wir hatten dabei richtig viel Spaß. Nur am nächsten Morgen ging es mir nicht so toll, etwas wohl wegen dem Alkohol, aber hauptsächlich weil ich mir eine Erkältung eingefangen hatte.

Die Bootsfahrt war insgesamt sher schön, wir fuhren mehrmals durch sehr schöne Schluchten durch. An sonstigen Besichtigungen nahm ich nicht teil, mir reichte dies was ich vom Boot aus sah. Außer die "Lesser three gorges" machten wir mit, aber auch nur weil wir das Ticket für 150 Yuan statt 210 Yuan bekamen. 150 Yuan war der normale Preis, wenn man das Ticket direkt vor Ort kaufte und nicht bereits auf dem Boot oder in Chongqing. Dieser Ausflug lohnte sich, aber erst nach dem ich von einem Lautsprecher am Boot das Kabel abgezogen hatte. Ich hatte nämlich nicht 150 Yuan gezahlt um mir meine Ohren kaputt zu machen. Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück, die Sonne kam heraus. Auch am nächsten Tag genossen wir die schöne Landschaft im warmen Sonnenschein. Um 14 Uhr verabschiedete ich mich dann von den vieren. Ich war der einzige der auf dem Boot blieb, alle gingen von Bord, um entweder den Damm zu besichtigen, oder mit dem Bus nach Yichang zu fahren. Ich wollte aber komplett mit dem Boot nach Yichang fahren und somit auch durch die Schleuse des Damms. Das Durchfahren dauerte sehr lange und ging über viele Stufen. Als wir unten ankamen war es bereits dunkel, aber selbst im dunkeln sah der beleuchtete Damm gigantisch aus. Hier sammelten wir die Besichtiger des Damms wieder auf und fuhren den Rest bis nach Yichang.

heutige Ausgaben: 319 Yuan - Bootsticket
55 Yuan - Ticket für Deck
10 Yuan - Essen
44 Yuan - 20 Bier
5 Yuan - Essen
150 Yuan - Ticket "Lesser three gorges"
7 Yuan - Essen
Gesamt Ausgaben: 10826,3 Yuan

Hits: 860

Wir kamen zwar am Abend in Yichang an, aber wir konnten noch an Bord übernachten. Dies war optimal für mich, so sparte ich mir eine Unterkunft in Yichang.

Mein Wecker klingelte bereits um 4:30 Uhr und um kurz vor 6 Uhr saß ich schon im Sattel. Da es hier bereits schön flach war, kam ich sehr gut voran und ich entschied mich weiter zu fahren als erst geplant, um so am nächsten Tag bereits Wuhan zu erreichen. So startete ich Morgens im dunkeln und stoppte erst am Abend wieder im dunkeln.

Tageskilometer: 187,48 km
Fahrzeit: 9:53:32
Höhenmeter: 379 m

Gesamt Kilometer: 7282 km
Gesamt Höhenmeter: 55718 m

heutige Ausgaben: 12 Yuan - Essen
6 Yuan - Orangen
50 Yuan - Unterkunft
15 Yuan - Essen
1,5 Yuan - Internet
13,3 Yuan - Saft, Kekse
Gesamt Ausgaben: 10914,1 Yuan

Hits: 731

Ich stand wieder sehr früh auf und musste die von der Unterkunft wecken, da sie noch meinen Pass hatte. Tja, selber schuld, sie wollte mir den Pass erst am nächsten Morgen geben.

Aus der Stadt war ich sehr schnell draußen, doch ein leichter Gegenwind machte mir viel zu schaffen. Ich war auch noch etwas müde vom Vortag und so sank meine Geschwindigkeit jede Stunde etwas weiter. Ich hatte aber weiterhin fest vor Wuhan am Abend zu erreichen.

Am Mittag hielt ich in einem kleinen Dorf bei einem noch kleineren Restaurant um etwas zu essen. Der Hausherr war mal wieder sehr interessiert. Nach ein paar vorsichtigen Verständigungsversuchen seiner seits, brachte er stolz ein Fotoalbum von seiner Tochter mit Bildern von einem Interview und vielen wunderschönen Scheerenschnitte. Seine Tochter und ihr Lehrer waren anscheinend schon berühmt für ihre Werke. Sie schenkte mir auch noch eines ihrer schönen Kunstwerke, ich hatte nur etwas Probleme dieses sicher auf meinem Fahrrad zu verstauen. Dann wurden gegseitig unsere Zeitungartikel mit dem halben Dorf bestaunt, welches sich inzwischen um uns versammelt hatte. Am Ende war noch mein Essen umsonst und ich schenkte ihnen als dankeschön ein Schal aus Tibet.

Anschließend machte ich mich wieder auf in Richtung Wuhan. Um etwas zu kräften zu kommen schaltete ich meinen MP3-Player an und trank eine Pepsi und ein Bier. Spät am Abend erreichte ich Wuhan. Dort bestellte ich mir im Hostel wieder ein riesiges Abendessen.

Tageskilometer: 158,08 km
Fahrzeit: 8:53:12
Höhenmeter: 235 m

Gesamt Kilometer: 7440 km
Gesamt Höhenmeter: 55953 m

heutige Ausgaben: 6,4 Yuan - Pepsi
34 Yuan - Hostel
46 Yuan - Essen
Gesamt Ausgaben: 11000,5 Yuan

Das Pathfinder Hostel in Wuhan war recht teuer, ein Bett im 6 Bett Zimmer kostete 40 Yuan. Netterweise machten sie mir ein gutes Angebot von 100 Yuan für drei Übernachtungen. Das Hostel war sehr gemütlich mit mal wieder verdammt netten Personal.

Den ersten Tag gammelte ich nur rum, ich war sehr müde von den letzten zwei Tagen und meine Erkältung macte mir zu schaffen. Da ich anscheinend ausnahmsweise eine kalte Dusche erwischte, bekam ich einen kostenlosen Kaffee vom Hostel. Sie machhten sich etwas Sorgen, dass meine Erkältung daher käme, obwohl ich ihnen versicherte, dass ich diese mir bereits ein paar Tage zuvor eingefangen hatte.

Chengji aus Shanghai hatte mir zwei Kontakte von Festo Wuhan gegeben, so ging ich am Montag zum Büro um Ge Fen und Frau Liu zu besuchen. Ich blieb den ganzen Tag im Büro, ich durfte mich hier ausruhen und einen PC benutzen. Nach feierabend ging ich mit Ge Fen zu einer Ess- bzw. Fressstrasse, wo es haufenweise leckeres Essen gab. Hier durfte ich mir mal wieder anhören, dass ich ja so wenig äße, obwohl ich doppelt so viel gegessen hatte wie sie. Sie begründete dies mit ich sei so groß, ich müsste noch viel mehr essen. Hier traffen wir noch ihre Mitbewohnerin und sie luden mich noch zu sich nach Hause ein, oder bzw. wir hatten vor noch zum Fluss zu laufen, da es aber sehr kalt war, wollten sie sich noch was wärmeres anziehen und als wir in der Wohnung waren konnten wir uns einfach nicht mehr aufraffen. Sie boten mir an bei ihnen zu übernachten, da ich aber all meine Sachen im Hostel hatte und für diese Nacht auch schon bezahlt hatte, lehnte ich ab, aber nahm das große Angebot für die nächsten zwei Nächte dankend an. So fuhr ich am nächsten Tag mit all meinen Sachen zu ihnen. Am Abend gingen wir lecker HotPot essen und schauten uns danach noch einen Film im Kino an.

Meinen letzten Tag in Wuhan schlenderte ich etwas durch die Stadt und am Abend ging es wieder groß essen. Frau Liu lud uns ein, dabei waren ihr Bruder und seine Freundin, Ge Fen und ich. Ein wirklich tolles Essen auf dem Donghu, das Restaurant stand auf Stelzen im Wasser. Ich wünschte ich hätte länger in Wuhan bleiben können, es war wirklich sehr schön und ich wurde wieder so nett verwöhnt.

heutige Ausgaben: 60 Yuan - Hostel
2 Yuan - Essen
23 Yuan - Shampoo, Zahncreme
132,3 Yuan - Nüsse, Kaffee, Joghurt, Tang, Saft, Taschentücher
11 Yuan - Taxi
100 Yuan - Handyaufladkarte
Gesamt Ausgaben: 11328,8 Yuan

Hits: 577

Ich stand um 7:30 Uhr auf und packte gemütlich meine Sachen. Ge Fen brachte mir doch tatsächlich noch ein großes Frühstück, bevor sie zur Arbeit ging, obwohl ich ihr sagte dies wäre nicht nötig... unglaublich wie ich verwöhnt werde. Dann nahm ich noch eine schöne heiße Dusche und kam so erst um 10:30 Uhr aus dem Haus. Ich fuhr noch beim Festo Büro vorbei um mich von allen zu verabschieden. Dabei stellte ich mein Rad vor dem Bürogebäude ab und schloss es an ein tragbares Schild. Als ich nach ca. 15 Minuten wieder runter kam, war doch tatsächlich mein vollbeladenes Bike mitsamt Schild verschwunden. Geschockt rannte ich auf die Strasse, weit konnte es ja noch nicht sein und wer klaut ein so beladenes Fahrrad mit Schild... unauffälliger ging es ja garnicht. Doch weit und breit nichts zu sehen. Ein Wachmann kam auf mich zu und meinte er hätte mein Rad aus Angst davor, dass es gestohlen werden könnte in ein Raum am Eingang des Bürogebäudes gezerrt. Erleichtert, aber auch etwas verärgert über diese eigentlich nett gemeinte Tat, folgte ich ihm zu den Raum. Dann ging es endlich weiter in Richtung Shanghai. Das Wetter war sehr schön, es war durch den Sonnenschein nicht all zu kalt. Die Strasse führte weiter am Fluss entlang vorbei an Baumwollfeldern.

Tageskilometer: 85,72 km
Fahrzeit: 4:47:04
Höhenmeter: 323 m

Gesamt Kilometer: 7526 km
Gesamt Höhenmeter: 56276 m

heutige Ausgaben: 20 Yuan - Unterkunft
2,5 Yuan - Internet
2,5 Yuan - Kekse
Gesamt Ausgaben: 11353,8 Yuan

Hits: 608

Ein schöner Morgen, den ich sehr gemütlich angehen lies. Als ich dann auf dem Fahrrad saß stöpselte ich mir gleich die Kopfhörer in die Ohren, um in meiner eigenen Welt zu dösen. So fuhr ich die Strasse entlang und reagierte auf kein Rufen, Hupen oder sonstige Leute. Ich weiß, eigentlich nicht sehr nett, aber ich brauchte eine Auszeit und wollte mal für mich sein. Gegen 15 Uhr erreichte ich bereits mein Tagesziel, Luotian. Als ich durch die Stadt fuhr, auf der Suche nach einer Unterkunft, fuhr ein Mopedfahrer neben mir und grüßte mit einem vorsichtigen "Hi". Als ich mit "Hi" antwortete, versuchte er irgendwas krampfhaft auf englisch zu sagen, so dass ich mir ein grinsen einfach nicht verkneifen konnte. Dann versuchte er es doch auf chinesisch und fragte ob ich chinesisch spräche... ich nickte nur. So kamen wir ins Gespräch, wärend wir eine Strasse entlang fuhren. Nach einer Weile fragte er ob ich bereit wäre ein interview fürs Fernsehen zu geben... warum nicht! Wir hielten und er rief seine Kollegen an und meinte in 10 Minuten würden sie kommen. War allerdings nicht der Fall, so telefonierte er noch etwas herum und meinte ich solle mich erstmal ausruhen. Er brachte mich zu einem riesigen Hotel und bezahlte für mich ein Zimmer. Er hatte zwar versucht zuvor das Zimmer kostenlos zu bekommen, da er vom Fernsehen war. Später bekam ich kostenlos zu essen, dank des Wachmannes. Er war so begeistert, er rief all seine Freunde und Bekannte an und erzählte ihnen von mir. Irgendwie war die ganze Aufregung umsonst, das Fernsehteam taucht nicht auf, er meinte am Ende ich solle ihn anrufen, wenn ich in Shanghai ankomme... mal sehen was das noch wird. Auf jedenfall vielen Dank für das tolle Zimmer.

Tageskilometer: 88,86 km
Fahrzeit: 4:57:21
Höhenmeter: 510 m

Gesamt Kilometer: 7614 km
Gesamt Höhenmeter: 56786 m

heutige Ausgaben: 6 Yuan - Essen
6,5 Yuan - Saft
Gesamt Ausgaben: 11366,3 Yuan

Hits: 547

Der nette Wachmann lies ich nicht ziehen, ohne vorher ein reichliches Frühstück zu mir genommen zu haben und gab mir dann noch vier hardgekochte Eier mit. Nun lagen zwar keine riesigen Berge vor mir, aber es ging die ganze Zeit auf und ab. So kam es der Albextrem sehr nahe. Die Eier und eine zwei Liter Pepsi gaben mir richtig viel Energie und ich hätte es wohl auch noch weiter geschafft, wenn die Tage inzwischen nicht so kurz wären. Ich kämpfte mich ständig einen höheren Berg hinauf bis es dunkel wurde. Da ich aber an keiner Unterkunft vorbei kam, musste ich meine Lampe auspacken und mich so durch den kalten dunklen Abend mühen. Dann kam ich an einem beleuchteten Schild eines Restaurants vorbei. Da das Tor geschlossen war, rief ich nach dem Chef, zum einen war ich hungrig und zum anderen hoffte ich hier übernachten zu können oder zumindest Auskunft über die nächste Schlafmöglichkeit zu bekommen. Auf mein Rufen wurde readiert, Licht ging an und das Tor wurde geöffnet. Mir wurde gesagt ich könne hier essen, aber nicht übernachten. Die näste Unterkunft sei 10 km entfernt und ein etwas teures Hotel... nicht gerade das was ich hören wollte. Er bat mich hinein und meinte ich solle erst einmal was essen und mich ausruhen. Als ich drinnen saß und den riesigen Innenhof berachtete, fragte ich, ob ich auf ihrem Grundstück zelten dürfte. Ich versicherte ihnen, dass ich alles hätte was ich brächte und dass meine Sachen auch warm genug seien. Das Ende der Geschichte war, ich durfte kostenlos in einem Raum auf dem Boden schlafen und zusammen mit der Familie zu Abend essen... ich war überwältigt und viel tot müde von dem heftigen Tag in meinen Schlafsack.

Tageskilometer: 113,22 km
Fahrzeit: 7:45:15
Höhenmeter: 1816 m

Gesamt Kilometer: 7728 km
Gesamt Höhenmeter: 58602 m

heutige Ausgaben: 7 Yuan - Pepsi
Gesamt Ausgaben: 11373,3 Yuan

Hits: 590

Am Morgen gab es noch ein großes Frühstück, ein Ausstausch kleiner Geschenke und ein Foto mit dem 12 Jahre alten Sohn. Dann ging die Bergtour weiter. Es war nun um einiges kälter, da die Sonne es heute nicht durch die Wolken schaffte. Ich spürte noch den Vortag in den Muskeln und Knochen. Trotz der Müdigkeit schaffte ich es am Abend die Berge hinter mir zu lassen und Qianshan zu erreichen. Hier musste ich den vorderen Mantel wechseln. Er hatte zwar noch reichlich Profil, aber leider riss er mir seitlich auf. Auch wieder ein Zeichen, dass ich nicht die richtigen Mäntel für mein vollbeladenes Bike habe.

Tageskilometer: 95,93 km
Fahrzeit: 5:59:07
Höhenmeter: 1120 m

Gesamt Kilometer: 7824 km
Gesamt Höhenmeter: 59722 m

24. Panne: vorderer Mantel seitlich aufgerissen

heutige Ausgaben: 20 Yuan - Unterkunft
2 Yuan - Internet
7,5 Yuan - Kekse
12 Yuan - Essen
Gesamt Ausgaben: 11414,8 Yuan

Hits: 581