Andi on Tour

Travel the world.

Am Morgen musste ich noch warten, die Hoteldame war mit meinem Pass noch bei den Behörden um meinen bis jetzt noch nicht vorhanden Regristrierungsstempel zu holen :-). Ich nutzte die Zeit um gemütlich mein Zeug zu packen, einzukaufen und ein paar Tee zu trinken. An der Grenze ging es relativ schnell (2 Stunden), da ich nicht in der Autoschlange warten musste und gleich dran kam. Allerdings wurde ich von drei russischen Beamten eine halbe Stunde lang mit meinem Passfoto verglichen... ja ich weiss meine Haare sind länger, ich bin schon wieder ein Jahr älter und ich seh vielleicht grad etwas zerzaust aus, aber ich bins... wirklich! Ach ja, und meinen Namen kenn ich auch noch... Andreas, danke der Nachfrage.

Auf der mongolischen Seite ging alles viel besser und vor allem sehr freundlich zu. Das "Welcome to Mongolia and enjoy your stay" hat das ganze noch versüßt. Ein tolles Gefühl hier zu sein. Die Menschen sind hier so freundlich, aus allen Autos wird gewunken und freundlich gehupt. Aber es wurde mit 40 C so dermaßen heiß, dass ich nur sehr langsam voran kam. An einer Stelle hörte ich ein so jämmerliches und verzweifeltes Wimmern, dass ich anhielt und mich um sah. Da saß ein junger Welpe hinter einem kleinen Baumstumpf, der kaum größer war als er und versuchte verzweifelt sich vor der brennenden Sonne zu schützen. Was macht dieses arme Ding denn hier im nirgendwo, weit und breit nichts. Ich lief zu ihm hin und brachte ihn dazu mir zu meinem Fahrrad zu folgen. Hechelnd und heulend drückte er sich an meine Füße. Ich gab ihm erstmal Wasser, was er auch sofort ausschleckte. Doch der Kleine war einfach so geschwächt und müde, den konnte ich unmöglich hier lassen. Da die nächste Stadt nicht all zu weit weg sein sollte, bastelte ich aus der Ikea-Tasche einen Lenkerbeutel, wo ich ihn hinein setzte und mit ihm zur Stadt fuhr. Dort kaufte ich ihm noch eine Wurst, damit er auch noch was zu beißen hatte. Während ich im Geschäft war fing er sofort wieder zu heulen an und die Wurst kauen konnte er auch nicht, ich musste ihm die in häppchen reichen. So, was nun tun mit dem, mitnehmen auf meiner Tour wollte ich eigentlich nicht. Da kamen mir ein paar kleine Kinder gerade recht, denen ich den Kleinen süssen andrehen konnte. Die hatten sich auch sehr schnell mit ihm angefreundet und nach einem kleinen sprachlichen Missverständnis hieß er auch schon Scott :-).

Gegen Abend kam ein schöner Rückenwind auf und trug mich an dieses tolle Flussufer. Bruno, ein franzose, der seit 1990 mit seinem 4x4 Landrover in der Welt herum reist sah mein Zelt und gesellte sich zu mir. Er konnte mir sehr tolle Tips über die Mongolei geben und erzählte mir von einem französischen Päärchen, dass mit ihren Rädern auf Weltour unterwegs sei und ich die evtl. treffen könnte. Ich werde die beiden mal per E-mail anschreiben.

Trip distance: 75.69 km
Time: 4:25:57
Altitude: 430 m

Total distance: 865 km
Total altitude: 7,253 m

Today's spending: 1950 Tugrik - sausage and drinks
2300 Tugrik - food
Total expense: 4250 Tugrik  

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