Andi on Tour

Travel the world.

So ein misst, als ich meine Augen öffnete wurden meine schlimmen Befürchtungen vom Abend davor war. Über mir krabbelte und wuschelte es nur so... alles voll mit Ameisen. Zum Glück haben nur recht wenige den Weg nach Innen gefunden, aber das war nur ein kleiner Trost bei dem Gedanken, dass ich da irgendwann auch raus muss. Vor Wut zerdrückte ich die Ameisen, die in meinem Zelt waren, packte so weit es ging alles zusammen und machte mich bereit zum Austreten. Bevor ich die Schleußen öffnete rüttelte ich kräftig am Zelt und schnickte so viele wie möglich von innen weg. Dann mit einem Satz nach draußen und nun wurde denen gezeigt wer der Herr dieses Zeltes ist. Dabei mussten einige ganz schön leiden, aber das war mir in dem Moment egal.

Nach der Befreiungsaktion meines Zeltes machte ich mir einen Kaffee und aß ein paar Kekse. Bruno hatte inzwischen auch fertig Gefrühstückt und kam zur Verabschiedung zu mir rüber. Kurz darauf war ich auch wieder "On the road again...".

Ich genoss die heutige Fahrt so sehr, dass ich die Einsamkeit und Weite der Mongolei zum pfeifen und singen... naja wohl doch eher jaulen, nutzte. Einfach schön zu wissen, dass niemend einen hört. Dann sah ich eine große Kamelherde am "Weißen See". Es hatte mich eher überrascht so weit im Norden Kamele anzutreffen. Wie ich aber später erfuhr, wurden die von der Wüste Gobi umgesiedelt, da es wohl in den letzten Jahren zu wenig Gras und Wasser in der Gobi gab.

In Darkhan angekommen machte ich mich als erstes auf die Suche nach einer Bank, wo ich T 200.000 abhob. Und dann gings endlich ins lang ersehnte Internet-Cafe, wo ich etwas mehr als 5 Stunden verbrachte, draußen war es eh viel zu heiß. So gegen 18:00 Uhr entschloss ich mich dann doch weiter zu fahren. Ein Auto hielt und zwei Mongolen sprachen mich daraus an. Es stellte sich heraus, dass der eine ein Lehrer war und hier an einer kleinen Schule deutsch und russisch unterrichtete. Er lud mich ein in einer Wohnung für russisch Lehrer zu übernachten, da die wegen der Sommerferien gerade leer stand. Dann half ich ihnen noch beim Ausladen neuer Möbel für die Schule, die gerade mit dem Zug aus China ankamen. Anschließend gingen wir zu viert Essen und ich bekam noch eine kleine Stadtführung. Die Gastfreundschaft war einfach unbeschreibbar.

Trip distance: 57.76 km
Time: 3:23:35
Altitude: 495 m

Total distance: 923 km
Total altitude: 7,748 m

Today's spending: 2000 Tugrik - internet
3150 Tugrik - bananas
1050 Tugrik - drinks and cookies
Total expense: 10450 Tugrik  

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