Andi on Tour

Travel the world.

Mein bisher schlimmster Tag. Zuerst machte mir die sandige Piste zu schaffen, immer wieder blieb ich stecken. Damit kam ich aber bald gut zurecht. Doch nach ca. 15 km kam schon der erste richtige Tiefschlag, wieder einen Platten am Hinterrad. Beim genauen Anschauen des Mantels fiel mir auf, dass er voll mit kleinen Dornen war. Wärend ich die einzeln raus zupfe, graust es mich schon, wie das wohl weitergehen sollte. Ich war heute auf dem Weg nach Amerbayasgalant Khiid, ein Kloster abseits der Strasse nach Edernet. Und den Weg den ich nahm wurder immer wilder. Da ich mir nicht ganz sicher war ob ich auf dem richtigen Weg sei, fragte ich an einer Jurte nach, wo sie gerade dabei waren eine Stute zu melken. Dabei stellten sie das Fohlen direkt daneben, um der Mutter im glauben zu lassen, dass das Fohlen trinkt.

Inzwischen führte der Weg durch mannshohes Gras. Es dauerte nicht lange, da hatte ich schon wieder einen Platten. Mein Thermometer zeigte 49 Grad an... das machte keinen Spaß mehr und ich war fix und alle. Diesmal wechselte ich auch den Mantel und schnallte mir hinten auch den Nobby Nic wie vorne auf, in der Hoffnung, dass der besser sei. Ich machte mir aber dann doch zu viel Sorgen, denn ich hatte nur noch einen Flicken übrig, einen geflickten Schlauch und zwei kaputte plus die zwei die ich gerade nutzte. Als ich an einer Weggabelung am Fluss ankam, entschloss ich mich doch lieber umzukehren. Nach einer längeren Rast am Fluss, wo ich meine schon sehr knapp gewordenen Wasservorräte auffüllte und mir was zu essen machte, kerte ich auf einer recht guten Piste, die in die richtige Richtung zu führen schien um. Aber nicht bevor ich noch ein kurzes Bad im Fluss nahm, samt aller Klamotten und Schuhe legte ich mich ins Wasser. Bei der Hitze war ich eh sofort wieder trocken.

Die Entscheidung umzukehren, war auch sehr gut, denn nach einigen Kilometern hatte ich auch schon meinen ersten Platten am Vorderrad. So nun hatte ich keinen Erstatzschlauch mehr und es kam wie es kommen musste, 7 Kilometer bevor ich wieder die geteerte Strasse erreicht hätte, erneut einen Platten am Hinterreifen. Da war ich wirklich am Ende. Wie sollte ich nur durch die Wüste Gobi kommen, wenn ich hier schon scheiterte. Da es schon spät war und ich auch nicht noch meinen letzten Flicken auf dieser Piste verlieren wollte, schob ich die letzten 7 Kilometer mit immer mal wieder Stop um etwas Lutft in den Reifen zu pumpen. Total dreckig, verschwitzt und müde erreichte ich bei Dunkelheit die Strasse. Hier baute ich mein Zelt auf, wusch mich noch kurz am Fluss und wurde dabei von Mücken zerfleischt.

Trip distance: 68.83 km
Time: 6:38:52
Altitude: 522 m

Total distance: 1,068 km
Total altitude: 8,766 m

4th breakdown - flat Tyre on back wheel
5th breakdown - flat Tyre on back wheel
6th breakdown - flat Tyre on front wheel
7th breakdown - flat Tyre on back wheel  

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