Andi on Tour

Travel the world.

Da die chinesiche Botschaft am Dienstag geschlossen hatte, konnte ich leider erst am Mittwoch mein Visum beantragen. Zusammen mit Roby ging ich gleich frühs um 8:30 Uhr zur Botschaft, die um 9:30 Uhr öffenete. Dort ging es recht schnell, Roby stellte sich in die Schlange, während ich so schnell wie möglich unsere beiden Unterlagen ausfüllte. Zahlen konnte man blöderweise nur in Dollar, also musste ich erstmal ein paar Dollar bei der Bank besorgen, da ich keine hatte. Doch bezahlt wird erst beim abholen des Passes. Die Ausstellung des Visums dauert eine Woche, so musste ich eben bis nächsten Mittwoch warten.

Die meiste Zeit verbrachte ich mit Roby, ein klasse Kerl und super Koch. Zweimal bereitete er ein leckeres indisches Gericht zu. Überhaupt verbrachten wir die meiste Zeit mit Essen. Und da Essen bekanntlich um so mehr spaß macht, je mehr Leute dabei sind, organisierte Roby öffters ein paar treffen, bei denen wir sehr gut und reichlich aßen. Meine Esskünste begeiserte jeden und wurde nur durch mein Budget gestoppt. Wenn Roby und ich ein größeres Budget hätten, würden alle Restaurants sich um uns schlagen.

Durch Roby lernte ich zwei tolle Internet-Communities kenn: hospitalityclub und couchsurfing. Dies ist eine große Gemeinschaft aus Reisenden und Reisebegeisterten, wobei diejenigen, die gerade nicht auf reisen sind, einen kostenlosen Schlafplatz den Reisenden anbieten können. So kann man ganz einfach mit Reisenden in kontakt kommen, die gerade in der nähe sind, Einheimische treffen und auch bei Einheimischen kostenlos übernachten... einfach genial. So lernten wir Midkhat kennen, ein russe, der lange in Australien lebte und dort auch noch arbeitet, aber über die Firma hier in Ulaanbaatar wohnt und arbeitet. Bei ihm konnten wir die nächsten Tage kostenlos übernachten. Wir müssen zwar auf dem Boden schlafen, aber das macht uns ja nichts aus.

Am Freitag gingen wir mit Midkhat und einigen seiner Freunde ins Oasis, einer schönen Bar/Disco. So bekamen wir einen ersten Eindruck von UBs Nachtleben. und Midkhat schien die halbe Stadt zu kennen. Am Samstag Abend kauften wir nach einem guten chinesichem Essen, Vodka und Oragensaft, setzten uns damit in einen Park und hatten einen genialen Abend. Witzig war, wir waren 6 Männer und eine Frau... einige junge mongolische Mädels kamen vorbei und schenkten Rima (unserer Dame) eine Blume. Da saßen die 6 Jungs mit langen Gesichtern da... und was ist mit uns??? Nach einigen lustigen Geschichten und drei Flaschen Vodka ging es dann weiter ins Oasis und dann ins Strings. Wobei hier musste Midkhat all seine Überredungskunst spielen lassen, da wir dorthin zwei Taxis brauchten und der Eintritt T 5000 kostete. Also scheiß der Hund aufs Budget und letz Fetz. Hatte sich aber auch gelohnt, es spielte eine klasse Liveband und Strings ist eigenltich eine Kopie des Hardrock Cafe. Um 5 Uhr frühs klingelte ich das Guesthouse wach, bei dem ich die letzte Nacht übernachtete und am nächsten Tag zu Midkhat umzog.

Von Serge gab es noch eine sehr nette Verabschiedung mit mehrmaliger Umarmung. Eigentlich wollte ich ihm noch beim Zusammenbauen seiner neuen Fahrräder helfen, aber dazu kam es leider nicht mehr. Dafür reperierten wir das kleine Motorrad für seinen Sohn und seinen Enkel. Die damit dann im Hof herum schossen.

Als ich bei Midkhat ankam, wurde die Tür von zwei Mädels geöffnet. Etwas verdutzt fragte ich ob Midkhat da wäre. Das war er auch, allerdings schlief er um inzwischen 14 Uhr immer noch. Die zwei kamen aus Belgien und kamen gerade erst in Ulaanbaatar an. Sie übernachten auch bei ihm. Bei Midkhat heißt es wirklich "My house is your house", einfach klasse. Am nächsten Tag fuhr Roby mit seinen Freunden in den Nord-Westen der Mongolei, wir werden uns hoffentlich in China wieder sehen. Abends gingen Midkhat, ich und die inzwischen vier belgischen Mädels in einen Irish Pub essen und danach noch mal ins Oasis. Die vier gingen früher heim und als wir um ca. 1 Uhr nachts auch heim gingen, standen wir vor von innen verschlossener Tür. Nach heftigen gegen die Tür donnern und aufwecken des ganzen Hauses, schafften wir es auch sie wach zu bekommen.

War schon irre... immer volles Haus bei Midkhat. Am nächsten Tag gingen die vier und dafür kamen sechs Polen. Die waren auch eine tolle Truppe, zusammen gingen wir etwas durch Ulaanbaatar und am Abend waren wir alle, mit Ylenia und Max aus Italien, chinesisch essen.

Die Zeit in UB war klasse, ich hab so viele nette Leute kennen gelernt. Es war zu keiner Zeit langweilig hier. Aber nun geht es wieder auf die Straße. Bis spätestens 21.08. muss ich an der Grenze zu China ankommen.

Spendings in UB: 24000 Tugrik - Guesthouse - 4000 per night
$ 30 - visa for China
8600 Tugrik - postcards
3000 Tugrik - cinema
163260 Tugrik - food, drinks, badges, internet... others

Total expense: 288000 Tugrik  

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